Das Paddeljahr 2013 ließ manche Wünsche offen

Das Fahrtenprogramm 2013 für die Wasserwanderer war wieder abwechslungsreich und anspruchsvoll aufgestellt. Doch diesmal tauchten bei seiner Verwirklichung ungewohnt viele Schwierigkeiten auf. Legten wir sonst als Gruppe ca. 7000 km zurück, so waren es vergangenem Jahr nur etwa 3000 km. Waren sonst einzelne Spitzenleistungen bei ca. 1500 km in der Saison, so kam 2013 der Beste nur auf 700 km. Damit erreichte unsere kleine Wandergruppe den 10. Platz von 19 am Wanderfahrerwettbewerb teilnehmenden Vereinen. Die wesentlichsten Ursachen für die geringere Wasserwandertätigkeit waren der lange Winter, das unerwartete Sommerhochwasser, aber auch persönliche Verhinderungen. Manche Fahrten mussten auch wegen absolutem Schlechtwetter abgebrochen bzw. abgesagt werden, so z.B. die Städtefahrt Coswig-Coswig und die Herbstfahrt auf dem Main. Buchstäblich vom Wasser verschlungen wurde die ausgeschriebene Elbefahrt Decin-Coswig. Die 15 Teilnehmer kamen nur bis Wehlen. Dort mussten die Boote wegen Überschreitung des Dresdener Elbepegels von 5 Meter vom Wasser genommen werden. Danach kam die Flut und forderte von uns viele freiwillige Aufräumstunden. Der Winterkälte fielen die Mehrtagesfahrten auf Neiße sowie Kleiner und Schwarzer Elster zum Opfer. Allen Widrigkeiten zum Trotz verlebten einige Paddler (innen) schöne Tage auf Warnow, Mildenitz und einer gut organisierten Fahrt auf Drweca und Wisla in Polen. Zur Stadtfahrt in Leipzig bestanden 5 Coswiger Paddler erfolgreich die Prüfung für den Europäischen Paddelpass. Die Coswiger Bilanz werten 3 Kinder und Jugendliche durch 420 gepaddelte Kilometer etwas auf.

Für das Jahr 2014 heißt es dann wieder in alte und unbekannte Paddelreviere allen Schwierigkeiten zum Trotz aufzubrechen.

Rückblick auf das Wasserwanderjahr 2012

Zur Einstimmung und zum Lustmachen auf die neue Saison wollen wir noch einmal das vergangene Jahr gedanklich vorbeiziehen lassen. Nach der sehr feuchten, kalten und windigen Paddelei auf der Schwarzen Elster stand für Mitte April die Neiße und ein Stück Oder im Terminplan. Als Übernachtungsort wählten wir das Bootshaus vom Wassersportverein Forst. Bei guter Gastfreundschaft konnten wir 5 Coswiger Kanuten die Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt so problemlos überstehen. Am Tag aber schien die Sonne und es war erholsam warm. In 3 Etappen legten wir die 111 Kilometer von Bad Muskau (Neiße) bis Aurith (Oder) zurück. Es machte bei gutem Mittelwasser richtig Spaß. Die fünf Wehre wurden mit mehr oder weniger Humor umtragen. Am schwierigsten waren die 4 Stadtbrücken in Forst zu bezwingen, welche infolge zu niedriger Bauweise in dem von uns benutzten Mühlgraben nicht zu durch fahren waren. Trotzdem war der Mühlgraben idyllisch. Am 19./20. 05. Führten wir dann die ausgeschriebene zweite Sächsisch-Böhmische Elbefahrt durch. Da kurz hinter Decin von Tschechien eine Staustufe geplant ist, wollen wir die noch verbleibenden Restjahre einer frei fließenden Elbe durch die Böhmische Schweiz intensiv nutzen. 12 Sportler aus Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen erlebten eine Elbabfahrt in 2 Etappen bei besten Bedingungen. Die gleiche Tour unternahmen wir noch einmal Ende Mai mit 14 Kanuten unseres Ravensburger Partnervereins. Erlebnisreich war es allemal, aber der Gegenwind an beiden Tagen verlieh der Fahrt eine nicht gewollte Härte. Einige waren dann froh, die Fahrt in Laubegast beenden zu können, wo unser Vorsitzender mit Bus und Hänger wartete. Die Ravensburger Truppe verbrachte insgesamt eine Woche am Bootshaus mit weiteren Elbefahrten und Besuchen in der Umgebung. Im Juni begaben sich dann 7 Wasserwanderer wieder auf große Fahrt: Von Coswig nach Coswig in Sachsen Anhalt in 4 Tagesetappen über 164 Kilometer. Der Jahreszeit entsprechend war es richtig warm bei leider sehr wenig Wasser im Fluss. Traditionsgemäß empfing uns das andere Coswig auf der letzten Etappe wieder mit Sturm und Regen. Dazu überraschte uns noch eine Schubeinheit mit einer 1metrigen Welle, so dass wir alten Hasen sogar Respekt bekamen. Im Monat Juli folgte die Befahrung der Flüsse Tollense und Peene in Mecklenburg. Wir starteten in Neubrandenburg und erreichten nach 4 Tagen Anklam. Eine Boddenüberquerung ließen wir infolge starker Stürme ausfallen. Die gesamte Fahrt war sehr von Urnatur geprägt, dazu gehörte aber auch viel Regen und wenig Sonne. Der Monat August entführte 5 Coswiger Seniorenpaddler für 4 Tage nach Brandenburg an die Spree. Der Startpunkt war der Campingplatz in Lübbenau, wo man das Auto prima unter Aufsicht abstellen kann. Nachdem unteren Teil des Oberspreewaldes passierten wir den ruhigen Unterspreewald, danach verschiedene Seen, renaturierte Spreeabschnitte, Kanäle und zu guter Letzt die Müggelspree. Beim Wassersportverein Erkner war dann Schluss. Es war ein sehr anspruchsvolles Unternehmen bei manchmal täglich 40 km ohne Strömung, aber bis auf eine Kanalstrecke sehr abwechslungsreich. Die letzte große Wanderfahrt findet immer im September statt, da herrscht meistens noch erträgliches Zeltwetter. Wir hatten uns die Weser von Han.-Münden bis Minden über 200 km ausgesucht. Mit 8 Teilnehmern in Einerkajaks war es eine recht große aber doch gut harmonierende Truppe. Die Schönheit der Weser mit ihren bewaldeten Berghängen hat alle begeistert. Alles in Allem ein wunderschöner Wasserwanderfluss, vor allem wenn die Sonnen scheint. Im November waren wir noch 2 Tage auf der Mulde von Wurzen bis Bad Düben. Vor allem der zweite Tag ist hochinteressant. Nach der Übernachtung in Eilenburg geht es auf der urwüchsigen Mulde weiter bis Bad Düben. Die Umweltbehörde hat für die Wassersportler nur ein Zeitfenster von August bis September aus Naturschutzgründen offen gelassen. Dieser schnelle Fluss verändert sich jedes Jahr. Ohne Einwirkung des Menschen darf er sich selbst gestalten. An seinen Uferabbrüchen nisten Eisvogel, Bienenfresser und Uferschwalben. Auch der Biber ist allgegenwärtig. Zu unserer Befahrungszeit hat die Natur selbstverständlich schon Ruhe, aber der veränderte Flusslauf bietet genügend Neues. Manches Paddelerlebnis gab es dann noch auf den vielen Fahrten ober- und unterhalb von Coswig auf der Elbe. Es war ein abwechslungsreiches Paddeljahr mit einigen neuen Paddelstrecken. Wir 12 Wasserwanderer legten in 22 Veranstaltungen 7918 Kilometer zurück. Dabei paddelten 4 Teilnehmer jeweils über 1000 km. In der Wanderstatistik des Sächsischen Kanuverbandes liegen wir damit auf dem 5. Platz von 19 gewerteten Vereinen.

Das Paddeljahr 2012 hat begonnen!

In der 3. Dekade März dachten wir schon, der Frühling mit seinen höheren Temperaturen hat die kalte Jahreszeit besiegt. Dass es meistens anders kommt, zeigte uns das frostige Osterwetter. Zu dem deutet sich eine ähnliche Situation wie im vorigen Jahr an: Durch fehlende Niederschläge zeigen die sächsischen Flüsse einen stark sinkenden Pegel, so dass Fahrten auf der oberen Mulde und Zschopau nicht durchführbar sind.

Dennoch lockte uns am 21.03. die Sonne zu einer ersten Elbeabfahrt von Königstein nach Coswig. Bei gutem Mittelwasser war es eine flotte Fahrt, wenn auch der Wind manchmal frisch entgegen blies. Wenige Tag später folgte das Sächsische Anpaddeln auf der Mulde von Leisnig bis Grimma. Das angekündigte Superwetter sorgte für eine Rekordbeteiligung von über 100 Kanuten aus ganz Sachsen. Die Mulde hatte sogar noch genügend Wasserführung. Ein toller Auftakt für die Wanderpaddelsaison 2012. Den letzten schönen Tag dieser vergangenen Vorfrühlingsperiode erlebten wir auf der Kleinen Elster von Doberlug-Kirchhain bis Neumühl. Wir genossen diesen wunderschönen Kleinfluss mit den renaturierten Wehrumfahrungen und Bootsgassen bei strahlendem Sonnenschein. Den Kleinen Spreewald bei Wahrenbrück passierten wir bei bester Paddlerlaune. Den Abend verbrachten wir im „Elsterstübchen“ in Neumühl bei vorzüglicher Bewirtung und netten Plaudereien. Im Reiterhof von Familie Beindorf fanden wir eine gastfreundliche Unterkunft, da am nächsten Tag die Weiterfahrt auf der Schwarzen Elster geplant war. Wir 4 Kanuten taten dies auch bei denkbar ungünstigen Bedingungen: Kalter Gegenwind, Regenschauer und ab Herzberg verschlammte Abbruchufer. Mit Würde legten wir die 25 Kilometer von Neumühl bis Armnesta auf dem einsamen Fluss zurück. Die Heimfahrt in dem warmen Bus und bei Regen verdrängte die negativen Randerscheinungen. Hoffentlich hat die Kaltwetterperiode mit Ostern ihren Höhepunkt erreicht, denn für die nächsten Paddeltermine erhoffen wir uns bessere Prognosen.